Neue Technologien bei BioChem:

Die Effizienzsteigerung im pharmazeutischen Labor am Beispiel der Atom-Absorptions-Spektroskopie (AAS)
 

Seit der Gründung von BioChem vor 30 Jahren richtet das unabhängige Familienunternehmen seinen Fokus auf die Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft der Qualitätskontrolle pharmazeutischer, chemischer, kosmetischer Präparate und Medizinprodukte.

 
Die chemisch-physikalische Analytik bietet ein umfassendes Spektrum analytischer Methoden. Hierzu zählt auch die AAS, die heutzutage neben der ICP-Technologie oftmals das Mittel der Wahl zur modernen Elementspurenanalytik darstellt. Beide analytische Verfahren bedürfen einer entsprechenden Probenaufarbeitung, um die Elementspezies der entsprechenden Messeinheit zuzuführen.

  

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Die Wahl effizienter Probenaufarbeitungssysteme

 

Neben flexibler Einsatzmöglichkeiten steht auch die Zeitersparnis im Vordergrund. Dabei kommt auch der Qualitätssicherung eine bedeutende Rolle zu. Am Beispiel eines mikrowellenangeregten Aufschlusssystems mit programmierbaren Probengeber im Vergleich zum geschlossenen Aufschluss im Stahlblock und einer Mikrowelle mit konventionellem Drehteller werden die Möglichkeiten einer Effizienzsteigerung im pharmazeutisch-analytischen Labor beschrieben:

Der geschlossene Aufschluss ist eine Methode der Wahl für Proben aus dem Umfeld der pharmazeutischen Qualitätskontrolle, nutzt er doch das Oxidationspotenzial bei Säurereaktionen besser aus als offene Aufschlüsse. Bei Entwicklungen müssen im Vorfeld jedoch verschiedene Parameter wie Proben-Einwaagemenge, Säuremenge, Säuregemische und Aufschlusstemperatur variiert werden, die einen unmittelbar maßgeblichen Einfluss auf die Qualität der Aufschlussqualität – und damit auch mittelbar auf die nachfolgende Atomspektrometrische Analytik haben.

Diese Tests beanspruchen sowohl beim klassischen, beheizten Stahlblock wie auch beim Mikrowellensystem mit Drehteller eine erhebliche Zeit, da hier jede Änderung in einer separaten Sequenz gefahren werden muss. Kommt hingegen bei der Mikrowelle ein programmierbarer Probengeber zur Anwendung, können diese Parameteränderungen innerhalb einer Sequenz durchgeführt werden. Das bei BioChem eingesetzte Mikrowellensystem mit einem flexibel programmierbaren Probengeberaufsatz ermöglicht es somit, bis zu 24 Proben sequenziell mit jeweils verschiedenen Aufschlussprogrammen aufzuschließen.

 

Die Abarbeitung der Sequenz erfolgt computergesteuert zweckmäßigerweise mittels Nachtlauf bzw. am Wochenende, da alle Verläufe von Druck- und Temperatur im Verlaufsprotokoll (Audit trail) des Geräts gespeichert werden. Das geschlossene System arbeitet durch eine spezielle Belüftung während des Aufschlusses quasi drucklos - daher stellt ein unbeaufsichtigter Betrieb auch kein Risiko für die Sicherheit im Labor dar.

Auch bei der Routine birgt ein programmierbarer Probengeberteller Vorteile, denn verschiedenste Matrices können wiederum in einer Sequenz bearbeitet werden. Am Morgen liegen die aufgeschlossenen Proben vor, und können danach unmittelbar der AAS-Analytik zugeführt werden.

 

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 Dr. Jürgen Branke

     
   

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